Zweiter Armutskongress: Umsteuern und Zukunft schaffen

Ziel des Armutskongress ist eine Gesellschaft ohne Armut
Ziel des Armutskongress ist eine Gesellschaft ohne Armut

Darum geht‘s: Armut, Kongress, Berlin, Paritätischer

Nachdem beim ersten Armutskongress 2016 die Frage im Mittelpunkt stand, was Armut in einem reichen Land wie Deutschland bedeutet, wo sie produziert wird und wer davon betroffen ist, soll es bei der zweiten Auflag am 27. und 28. Juni in Berlin darum gehen, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in der es keine Armut gibt.

Die Fakten sprechen für sich: Die Möglichkeiten sozialer Mobilität nehmen beständig ab. Steuervermeidung findet sich immer häufiger bei Konzernen. Und auch der Wohnungsmarkt zeigt nicht direkt eine Perspektive für eine allgemeine Gerechtigkeit. Die durchaus als „falsch“ zu bezeichnende Verteilung von Reichtum anzugehen, haben sich viele Organisationen auf die Fahne geschrieben. Erst kürzlich gründete sich dafür das Aktionsbündnis „Reichtum umverteilen“, dem unter anderen bereits der Paritätische ebenso angehört wie ver.di und die AWO.

Erklärtes Ziel: eine Gesellschaft ohne Armut

Zur stärkeren Bündelung von Kräften und förderlichem Austausch fand im vergangenen Jahr zum ersten Mal der Armutskongress in Berlin statt. Nach ersten Sondierungen, wie genau sich die aktuelle Lage im Land gestaltet, soll in diesem Jahr ein klares Bild skizziert werden, wie eine Gesellschaft ohne Armut nicht nur aussehen, sondern vor allem erreicht werden kann. Unter dem Motto „Umsteuern – Armut stoppen. Zukunft schaffen.“ lädt der Paritätische Gesamtverband als Veranstalter wieder zu einer Vielzahl von Themen, die in Vorträgen und Workshops behandelt werden. Im letzten Jahr wurde beispielsweise der Erfolg der Tafeln beleuchtet oder Möglichkeiten der Hilfe zur Selbsthilfe aufgezeigt, um über Selbsthilfegruppen Wege aus der Armut zu finden.

Die Homepage des Kongresses verfügt auch über einen „Armutsblog“, der regelmäßig Informationen zu sozialen Belangen bringt, und hält auch auf dem Laufenden, was den Armutsbericht des Paritätischen anbelangt.

Text: Rico Stehfest
Foto: Stephanie von Becker

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